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Datensynchronisation zwischen iPad und PC

Aktualisiert (Sonntag, den 11. Dezember 2011 um 17:38 Uhr) Geschrieben von: TheWatcher Sonntag, den 11. Dezember 2011 um 13:46 Uhr

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Datensynchronisation zwischen iPad und PC
Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 2)
Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 3)
File Transfer für’s iPad
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Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 1)

Besitzer eines iPad möchten sicherlich Dokumentdateien zwischen diesem Gerät und einem PC (Mac, Windows) austauschen. Dieser Beitrag beleuchtet den Austausch von Dateien und deren Speicherung im Dateisystem bei Apple's iOS.

iOS-Dateisystem: Wie Apps Dateien organisieren

Unter Windows oder Mac OS X werden Dokumentdateien in Benutzerordnern gespeichert. Bei iOS sieht die Sache dagegen etwas anders aus. Zwar gibt es ein Dateisystem, aber iPad Apps speichern alle Dokumente im Installationsverzeichnis. Dies hat den Vorteil, dass beim Löschen der App auch die zugehörigen Dateien mit entfernt werden.

Was beim iPhone vielleicht sinnvoll ist, kann beim iPad durchaus Probleme aufwerfen. So kann eine App normalerweise nicht auf andere Anwendungsverzeichnisse und deren Daten zugreifen. Wer also mehrere Anwendungen zur Bearbeitung von Dokumenten nutzen möchte, steht vor dem Problem, dass standardmässig kein Zugriff auf die Dateien der jeweils anderen Apps möglich ist.

Zudem muss die APP Funktionen bereitstellen, um die Dokumente im Ordner anzuzeigen und zu bearbeiten. Eine App kann zudem die Daten freigeben, so dass diese über das Bonjour-Protokoll von anderen Rechner gesehen werden. Ob dies über die USB-Schnittstelle des Docks oder per WLAN erfolgt, hängt von der Anwendung ab.

Zugriff auf die Apps über iTunes

Um Dateien zwischen einem Mac oder einem Windows-Rechner auszutauschen, ist standardmässig iTunes vorgesehen. Hierzu wird das iPad über das Dock-zu-USB-Kabel mit dem Computer verbunden, eingeschaltet und dann iTunes auf dem Rechner gestartet.

Anschliessend kann der Anwender Musik, Fotos oder Bücher zum iPad transferieren bzw. synchronisieren.

Tipp: Leider gehört iTunes nicht unbedingt zu den "Lieblingsprogrammen" vieler Windows-Anwender. Für manche Sachen wie die Erstinbetriebnahme, für Updates oder zum Zurücksetzen des iPad oder für die Inspektion der iPad-Apps (.ipa-Dateien) wird iTunes aber gebraucht. Wer sich sein System nicht durch iTunes, den im Beipack kommenden QuickTime-Player etc. verhunzen möchte, kann das Programm in einer virtuellen Maschine installieren. Mit VirtualBox, VMware Player oder Windows Virtual PC stehen entsprechende Alternativen bereit.

Zugriff auf die Anwenderverzeichnisse

Der Austausch von Dateien mit Apps scheint auf den ersten Blick in iTunes nicht vorgesehen zu sein. it-watcher hat diese Option erst durch Zufall gefunden (als it-watcher unter Mac OS X versuchte, per iTunes das iPad zu synchronisieren – wobei dort dann das Problem auftrat, dass bei jedem Wechsel von Windows zu Mac OS X die jeweilige iTunes-Kopie die "gekauften" Inhalte des iPad übernehmen möchten).

Soll ein Zugriff auf die Anwendungsverzeichnisse der installierten Apps erfolgen, ist folgendermassen vorzugehen.

  1. Starten Sie iTunes, markieren Sie im linken Navigationsbereich den Eintrag für das iPad und warten Sie ggf. die Synchronisierung ab.
  2. Klicken Sie dann in der Befehlsleiste oberhalb des Dokumentbereichs auf den Eintrag Apps.
  3. Anschliessend blättern Sie in der Apps-Dokumentseite ganz nach unten, bis die hier sichtbare Kategorie "Apps" erscheint.
  4. Klicken Sie in der linken Spalte auf die gewünschte App (hier Documents 2), um die Ordnerstruktur in der rechten Spalte anzuzeigen.
     
  5. Anschliessend können Sie über die (hier nicht sichtbare) Schaltfläche Hinzufügen der betreffenden Spalte einen Ordner mit Dokumenten in einem Zusatzdialogfeld auswählen.

Der Inhalt des Ordners wird dann direkt in das Verzeichnis der App synchronisiert. Allerdings ist ein Arbeiten mit Unterverzeichnissen nicht direkt vorgesehen. Sie müssen daher die Dateien über Funktionen der App in Unterverzeichnisse verschieben.

  • Um eine Datei im App-Verzeichnis in iTunes 10.5.x umzubenennen, klicken Sie den Dateinamen im iTunes-Fenster an. Dann lässt sich der Name der Datei oder des Ordners ändern.
  • Zum Löschen einer Datei oder eines Verzeichnisses im Hauptverzeichnis der App ist der Eintrag in der iTunes-Spalte zu markieren. Dann drücken Sie die Entf-Taste und bestätigen die Sicherheitsabfrage im angezeigten Dialogfeld.

Alles in allem ist die ganze iTunes-Handhabung wenig komfortabel. Persönlich empfehle ich daher einen Blick auf das nachfolgend beschriebene Programm DiskAid zu werfen. Dieses ermöglicht eine wesentlich komfortablere Handhabung des Dateitransfers und bietet auch das Arbeiten mit Unterordnern an.

Hintergrundanalyse für Techies: Fasst man die Infos aus den beiden obigen Artikeln zusammen, wird klar, dass eine iPad-Anwendung immer nur Dateien im eigenen User-Space, also im eigenen Benutzerverzeichnis, verwalten kann. iTunes und das nachfolgend vorgestellte DiskAid sprechen das iPad aber über die Dock-Schnittstelle an. Hier scheint in iOS eine Art Dämon implementiert zu sein, der über das Bonjour-Protokoll (vermuten wir mal) angesprochen werden kann. Dadurch lassen sich durch diese Programme alle Benutzerverzeichnisse ansprechen. Nur so ist zu erklären, das DiskAid z. B. den Zugriff auf die Anwendungsverzeichnisse aller installierten Anwendungen zulässt (in iTunes ist dieser Weg von den Programmierern nur teilweise implementiert). Mit einem JailBreak kann DiskAid auch auf die Root-Verzeichnisse von iOS zugreifen (ob es da eine Backdoor gibt, um über die Dock-Schnittstelle Root-Rechte zu erlangen, kann ich nicht sagen – zumindest kann iTunes zum Austauch des iOS bestimmte Schnittstellen im iPad ansprechen). Apple scheint in iOS aus Sicherheitsgründen aber keine Möglichkeit geschaffen zu haben, den Dämon über die WiFi-Schnittstelle anzusprechen. Jedenfalls gibt diese Erkenntnis Raum für weitere Experimente. Vielleicht ergibt sich ja auch in Windows eine Möglichkeit, mit einigen Tricks über die Dock-Schnittstelle auf das iPad zuzugreifen – unter Mac OS X ist mir zumindest diese Möglichkeit theoretisch unter Verwendung eines Cydia-Hacks bekannt.

DiskAid als Alternative

Persönlich wird it-watcher mit iTunes nicht wirklich warm. Zudem bietet uns das Programm keinen direkten und einfachen Zugriff auf die betreffenden App-Verzeichnisse. Als Alternative kann das Shareware-Programm DiskAid von DigiDAN verwendet werden. Unter [2] lässt sich eine 14 tägige Testversion herunterladen. Wird diese unter Windows installiert und das iPad über das Dock-zu-USB-Kabel mit dem Rechner verbunden, können Sie direkt auf die Dokumentordner sowie die Anwendungsverzeichnisse der Apps zugreifen.

Wählen Sie den Zweig Applications, werden alle installierten Anwendungen aufgelistet. Klicken Sie ein Anwendungssymbol an, erhalten Sie in den rechten Spalten des Anwendungsfensters die im Anwendungsverzeichnis enthaltenen Ordner angezeigt. Sie können dann direkt Dokumentdateien in die betreffenden Ordner kopieren oder aus den Ordnern auf den Rechner zurückholen.

Im Gegensatz zu iTunes 10.5.x unterstützt DiskAid dabei auch das Anlegen von Unterverzeichnissen und das Arbeiten mit Kontextmenüs. Von daher sind die paar Euro für eine Lizenz von DiskAid gut angelegtes Geld, falls man stressless mit dem iPad Daten austauschen möchte.

Tipp: DiskAid besitzt einen kleinen Nachteil – wählen Sie in der linken Spalte unter Places die Einträge iPod und Photos an, erscheint im rechten Teilfenster der Hinweis, TuneAid und PicsAid herunterzuladen. Von beiden Programmen gibt es zwar kostenlose Varianten, die aber funktional begrenzt sind. Wählen Sie daher zum Verwalten von Bildern und Musik unter Places den Eintrag Media Folder. Dann erhalten Sie nach der Bestätigung der Sicherheitsabfrage Zugriff auf alle Medienordner der Apple Apps.

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Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 2)

 


 Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 2) 

Statt Dokumentdateien über den Dock-zu-USB-Anschluss mittels iTunes oder DiskAid zu übertragen, lässt sich auch ein Dokumenttransfer per WLAN vorstellen. Der Beitrag beleuchtet, wie Apple bei iOS den Austausch von Dateien und deren Speicherung im Dateisystem über WLAN erfolgen kann.

Dokumenttransfer über WLAN mit FileApp

Sollen Dateien zwischen dem iPad und einem Mac oder einem Windows-Rechner über WLAN ausgetauscht werden, benötigen Sie eine entsprechende App, die die WiFi-Funktionalität bereitstellt. Eine solche Funktionalität wird durch die Anwendung FileApp bereitgestellt. Diese App kommt ebenfalls von DigiDNA und lässt sich kostenlos aus dem Apple iStore herunterladen. Eine Pro-Variante ist dagegen kostenpflichtig.

Sobald der Anwender diese App über deren Symbol startet, zeigt diese die im Anwendungsverzeichnis gespeicherten Dokumentdateien an. Klicken Sie in der Titelleiste auf das WLAN-Symbol, wird das hier im Vordergrund sichtbare Fenster angezeigt. Über den Zweig "USB" muss der Zugriff auf die Dateien über das im ersten Teil des Beitrags vorgestellte DiskAid erfolgen.

Wählt der Benutzer den Zweig WIFI, wird eine FTP-Freigabe im Netzwerk erzeugt. Die Freigabeadresse (hier ftp://192.168.178.24:2121) wird dann im Fenster angezeigt.

Öffnet der Benutzer das Fenster des Windows Explorers und gibt er die Freigabeadresse im Adressfeld ein, erscheinen die Dateien des App-Ordners im Ordnerfenster.

Anschliessend kann der Anwender Dokumente wie Musik, Fotos oder Bücher zum iPad transferieren bzw. wieder löschen. Auf dem iPad lassen sich dann diese Dateien direkt im FileApp-Fenster öffnen. Das Programm öffnet die Dateien dann in passenden Filtern (z. B. Fotos, PDFs etc.).

Dokumente mit Documents 2 Free verwalten

Um Dokumente vom PC komfortabel auf dem iPad zu handhaben und auch anzuzeigen, lässt sich die kostenlose App Dokuments 2 Free verwenden. Diese steht im iTunes Store zur Verfügung [3]. Wird die App aufgerufen, meldet sie sich mit der Liste der im Anwendungsverzeichnis gespeicherten Dokumente.

Über die beiden Menübefehle lassen sich neue Ordner und neue Dokumente im Hauptfenster anlegen. Tippen Sie auf ein Ordnersymbol, wird dessen Inhalt im Fenster angezeigt. Das Rückgängig-Symbol in der Titelleiste bringt Sie zum übergeordneten Verzeichnis zurück.

Tippen Sie auf den roten Kreis mit weissem Minuszeichen vor dem Datei- oder Ordnersymbol, leitet dies die Funktion zum Löschen ein. Sobald Sie dann die am rechten Zeilenrand eingeblendete Schaltfläche Löschen antippen, wird die Datei oder der Ordner entfernt.

Über die Symbole am rechten Rand der Titelleiste lässt sich auf Google-Konten zugreifen oder Sie können das App-Verzeichnis über das WiFi-Symbol im WLAN freigeben. Dann wird die Freigabeadresse im Titelbereich des Fensters angezeigt. Statt aber die Freigabe über das FTP-Protokoll (hier ftp://192.168.178.24:2121) anzusprechen, muss die Freigabe über das HTTP-Protokoll (hier http://192.168.178.24:8080) im Browserfenster angesprochen werden.

Hier sehen Sie die Daten im Browserfenster. Über ein Formular lassen sich Dateien direkt in das Hauptverzeichnis der Anwendung hochladen oder neue Ordner anlegen. Die so hochgeladenen Dokumente lassen sich auf dem iPad löschen (den roten Kreis vor dem Ordnersymbol antippen und dann die Schaltfläche Löschen wählen). Tippen Sie auf den blauen Kreis mit nach rechts weisendem >-Zeichen am rechten Rand der Zeile, erscheint ein Menü, in dem Sie Befehle zum Speichern oder Verschieben (Befehl Bewegen) der Datei finden. Auf diese Weise lassen sich die Dokumente in Ordner verschieben.

Tippen Sie eine Dokumentdatei im Documents 2-Fenster an, zeigt die App deren Inhalt an. Dabei werden verschiedene Dokumentformate (Word- und Excel-Dokumente, Fotos, Texte, PDF-Dateien, HTML-Dokumente etc.) an. Hier sehen Sie eine Excel-Tabelle.

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Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 3)



Dateizugriffe für iPad-Anwendungen (Teil 3)

In den Teilen 1 und 2 wurden bereits Möglichkeiten zum Dateiaustausch zwischen PC und iPad bzw. dessen Anwendungen vorgestellt. Wer nur Bilder oder Fotos vom iPad sichern möchte, wird nachfolgend fündig.

CopyTrans, Backup von Musik und Büchern

Bei CopyTrans handelt es sich um ein kleines Programm, welches zum Anfertigen von Backups vom iPod entworfen wurde, aber auch für den iPad oder das iPhone verwendet werden kann. Nach dem Start meldet sich das Programm mit dem hier gezeigten Programmfenster. Ähnlich wie bei den anderen in Teil 1 und Teil 2 beschriebenen Tools lässt sich in der linken Spalte die Medienkategorie wählen. Dann werden im rechten Teilfenster sowie in der unteren Hälfte der linken Spalte die Mediendateien und Wiedergabelisten angezeigt.

Anschliessend können Sie die Kontrollkästchen der gewünschten Titel markieren und dann über die Schaltfläche Backup starten das Sichern der markierten Dateien einleiten. Die so gesicherten Dateien lassen sich bei Bedarf in iTunes importieren und wieder auf das iDevice zurückschreiben.

Auf der Download-Seite von CopyTrans gibt es neben der installierbaren Variante auch eine portable Fassung in Form einer ZIP-Archivdatei. Diese braucht lediglich in einen Ordner entpackt zu werden, schon lässt sich das Programm direkt starten. Dies ermöglicht bei Bedarf sogar den Betrieb auf einem USB-Stick.

Der CopyTrans-Manager zum Transfer von Daten

Um schnell auf die Musikstücke des iPad (oder iPod bzw. iPhone) zuzugreifen bzw. einen Überblick über die geladenen eBooks aus dem iStore zu erhalten, braucht es kein iTunes. Die Freeware CopyTrans Manager erledigt dies genau so gut.  Zudem bietet der Manager auch die Möglichkeit, Mediendateien vom PC in die Listen einzufügen und dann auf das iDevice (iPad & Co.) zu übertragen. Allerdings klappt dies nur für Musikdateien – bei Büchern und PDFs wurden in der von mir getesteten Variante keine Dateien übernommen.

Hinweis: Auf der Download-Seite finden sich weitere Programme, die ggf. hilfreich sein können. Die Anwendung CopyTrans TuneSwift ermöglicht das Übertragen der iTunes Mediathek auf einen neuen Computer. CopyTrans Photo dient zum  Transfer von Fotos auf den iPod oder das iPhone. Details finden Sie auf der Download-Seite sowie in den Hilfeseiten des Anbieters.

Nachtrag: Auf der nächsten Seite wird ein ander Ansatz beschrieben, bei dem über FTP-Transfer vom iPad auf einen FTP-Server zugegriffen wird. Ein solcher FTP-Server kann z. B. auch in einer FRITZ!Box laufen, so dass Dokumente auf einen USB-Memory-Stick an der FRITZ!Box ausgelagert werden können.

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File Transfer für’s iPad


File Transfer für’s iPad

Leider hat Apple die Funktionalität des iPad in den bisherigen iOS-Versionen stark beschnitten. Nicht nur, dass die Bluetooth-Funktionalität stark zu wünschen übrig lässt, selbst so einfache Sachen wie File Transfer (FTP) in beide Richtungen sind mit Bordmitteln nicht machbar. Der Beitrag skizziert, wie sich eine entsprechende Lösung zum Nulltarif nachrüsten lässt.

Der Hintergrund

Eigentlich ist es zum Mäusemelken, wenn man Daten zwischen PC und iPad austauschen möchte, ohne auf das in unseren Augen unselige iTunes angewiesen zu sein, sind extreme Klimmzüge erforderlich (siehe Artikel Teil 1).

Was it-watcher besonders bedaurt: Apple hat die Bluetooth-Funktionalität des iPad extrem beschnitten, so dass ein PAN mit einem PC über diese Technik nicht möglich ist (Lösungen per Jailbreak möchte it-watcher hier mal ausklammern).

Zwar können Benutzer ein Konto bei Dropbox einrichten und dann die kostenlose DropBox-App auf dem iPad installieren und so ihre Dateien über das Internet synchronisieren. Aber irgendwie kann das nicht der "Stein der Weisen" sein. So läuft bei it-watcher eine FRITZ!Box 7170, über den die WLAN-Funktionalität bereitsteht. An der USB-Schnittstelle der FRITZ!Box hängt an einem USB-Hub auch ein USB-Memory-Stick (eine USB-Festplatte ist auch möglich, wird von uns aber selten genutzt, da man dann eine Variante mit separater Stromversorgung verwenden müsste). Die FRITZ!Box stellt den Speicher z. B. über eine FTP-Freigabe im Netzwerk zur Verfügung. Bei anderen AVM-WLAN-Routern ist dies ähnlich.

Diese Lösung ist recht komfortabel, brauche man doch keine PCs laufen zu lassen, wenn man mit meinem Netbook im Wohnbereich werkele. Zudem ist der Ansatz aus Energiespargründen von Vorteil. Es reicht, eine FTP-Verbindung unter Windows zur FRITZ!Box herzustellen, um Dateien auf der FTP-Freigabe zu speichern oder zu holen. Was beim Netbook mit Windows 7-Bordmitteln machbar ist, erwies sich beim iPad als "on-the-fly" nicht durchführbar.

Das Einzige, was it-watcher beim iPad mit Bordmitteln geschafft hat, war der lesende FTP-Zugriff auf den FTP-Server. Hierzu ist die FTP-Adresse der FRITZ!Box (bzw. des FTP-Servers) in der Art ftp://192.168.178.1 im Adressfeld des Safari-Browsers einzugeben. Dann lässt sich zur FTP-Freigabe navigieren.

Tipp: Bilder speichern Sie, indem Sie diese im Browser anzeigen lassen, dann den Finger eine zeitlang auf das Bild legen und anschliessend im angezeigten Menü den Befehl Bild speichern zum Speichern wählen. Die Grafikdatei wird dann im Ordner der Fotos-App abgelegt. Bei anderen Dokumentdateien wie Word-Dateien, PDF-Dokumenten etc. tippen Sie dagegen auf den Dokumentbereich. Dann wird eine Zusatzleiste eingeblendet und Sie können eine Schaltfläche oder Menüschaltfläche zum Speichern des Dokuments in einer passenden App wählen. Nicht sonderlich komfortabel, aber es geht. Nur ist der umgekehrte Weg des FTP-Uploads nicht möglich.

Eine FTP-Lösung wird gebraucht

Also war schnell klar, dass eine erweiterte FTP-Lösung auf dem iPad her musste. Im Safari-Browser hatte it-watcher ja bereits herausgefunden, dass da kein vollständiger FTP-Client implementiert ist. Eine Kurzrecherche förderte auch zu Tage, dass es auf absehbare Zeit keine Alternativbrowser unter iOS geben wird. Alle Browser, die in den iStore von Apple wollen, müssen auf den in iOS integrierten WebKit-Bibliotheken aufsetzen und dürfen auch kein JavaScript unterstützen.

Eine Suche nach dem Begriff "FTP" brachte zwar eine Reihe kostenpflichtiger Apps im iStore zum Vorschein. Da it-watcher aber momentan austestet, wie weit man ohne kostenpflichtige Apps kommt, schied diese Option aus.

Nach längerer Recherche ist it-watcher mehr oder weniger per Zufall auf eine kostenlose App gestossen, die auch eine FTP-Funktion im Beipack mitbringt: Es handelt sich um die App SuperFiles Lite.  

FTP mit SuperFiles

Wird SuperFiles aufgerufen, lässt sich im hier gezeigten App-Fenster auf die vorhandenen Dokumente zugreifen.

Tippt der Benutzer auf ein Dokumentsymbol, wird der Dokumentinhalt ggf. direkt in SuperFiles angezeigt (z. B. Fotos oder PDF-Dateien). Eine Dokumentdatei ist auch auszuwählen, falls sie auf den FTP-Server hochgeladen werden soll.

Über das Symbol des Fotoapparats in der rechten oberen Ecke des App-Fensters erhält man Zugriff auf den Foto-Ordner der App Fotos. Das hier rot umrahmte Symbol einer Wolke ermöglicht den Zugriff auf Daten "in the cloud". Die App zeigt dann das nachfolgende Fenster mit den unterstützten Diensten.

Neben dem Zugriff auf iDisk, Dropbox oder Google Docs wird auch der FTP-Transfer unterstützt. Ist ein FTP-Server konfiguriert, reicht das Antippen des FTP-Symbols in der App-Seite FTP Accounts zur Verbindungsaufnahme. War eine Dokumentdatei vor dem Aufruf markiert, ist ein FTP-Upload möglich. Ohne Dokumentauswahl können Dokumente vom FTP-Server heruntergeladen werden.

FTP-Server konfigurieren

Voraussetzung zum Zugriff auf FTP-Server ist, dass diese in SuperFiles konfiguriert wurden. Hierzu tippen Sie im Fenster Netzwerk (Bild oben) auf das Symbol am rechten Rand der Zeile FTP.

In der App-Seite FTP Accounts (Bild oben) können Sie bis zu acht FTP-Server konfigurieren. Es reicht, auf den Eintrag zu klicken, um das Formular zum Eingeben des FTP-Server-Namens und der Zugangsdaten zu öffnen.

Zum Zugriff auf den FTP-Server einer FRITZ!Box müssen Sie die IP-Adresse dieser Box kennen (meist 192.168.178.1). Anmeldedaten für den Benutzer sind dabei nicht unbedingt erforderlich. Tragen Sie die Zugangsdaten des FTP-Servers in der Konfigurationsseite ein. Anschliessend können Sie die App-Seite über die Schaltfläche Zurück der Titelleiste verlassen.

FTP-Transfer

Die weiteren Schritte hängen davon ab, was gewünscht wird. Haben Sie in der App-Seite Netzwerk auf das Symbol FTP geklickt, zeigt die App den Inhalt des FTP-Server an. Durch Antippen der Ordnersymbole oder des blauen Kreises am Listenanfang können Sie zwischen Ordnern des FTP-Servers navigieren.

Tippen Sie in der Titelleiste auf die rechte Schaltfläche, öffnet sich ein Menü mit den im Kontext unterstützten Befehlen. Die Funktion Gewählte Datei herunterladen lässt sich immer anwählen, wenn eine Datei auf dem FTP-Server gewählt war. Der Befehl Hier hochladen wird nur dann erscheinen, wenn Sie vor dem Aufruf der FTP-Funktion eine Dokumentdatei gewählt hatten.

Weiterhin können Sie über einen Befehl neue Ordner auf dem FTP-Server anlegen (sofern der Server dies zulässt).

Tipp: Wer keinen WLAN-Router mit FTP-Server besitzt, kann natürlich FTP-Server im Web sowie auf dem PC zur Datensicherung verwenden. Vorteil dieses Ansatzes ist, dass die Daten in der "eigenen Hand" bleiben. Auf einem Windows-Rechner kann zum Beispiel CloneZilla FTP-Server für diesen Zweck eingesetzt werden.

Auf diese Weise kann it-watcher zwischenzeitlich Bilder bzw. Fotos zwischen dem FTP-Server der FRITZ!Box und dem iPad austausche, ohne gleich das gesamte Netzwerk hochzufahren. Zum "Umsortieren" der Dateien zwischen unterschiedlichen Apps muss man allerdings auf die im Teil 1 besprochenen Anwendungen zurückgreifen (hier schlägt das beschnittene Dateikonzept von iOS entsprechend unbarmherzig zu.